Mit Windows Server 2008 hat Microsoft eine neue Zone mit dem Namen GlobalNames zur Ablösung des proprietären Standards WINS (Windows Internet Naming Service) für die Auflösung flacher Namen eingeführt.
WINS ist nicht kompatibel mit IPv6. Vorrangig für die Unterstützung von Legacy-Anwendungen ermöglicht die neue Zone mit dem Namen GlobalNames die gesamtstrukturweite Auflösung einfacher Namen über das Domain Name System (DNS).
Dieser Artikel zeigt in vier Schritten die Erstellung und den Test einer GlobalNames Zone.
1. Unterstützung für die Zone GlobalNames aktivieren
Bevor die Zone im DNS-Manager erstellt werden kann, muss zunächst die Unterstützung auf allen DNS Servern der Gesamtstruktur aktiviert werden. Hierzu kann entweder direkt die Registrierung bearbeitet oder alternativ das Befehlszeilenprogramm Dnscmd.exe verwendet werden.
Öffnen Sie eine administrative Eingabeaufforderung und führen Sie den folgenden Befehl aus:
Dnscmd "Servername" /config /EnableGlobalNamesSupport 1
Anschließend muss ein Neustart des DNS-Serverdienstes durchgeführt werden.

2. Erstellen der Zone GlobalNames
Öffnen Sie den DNS-Manager und erstellen Sie eine neue primäre Forward-Lookupzone. Obwohl Sie eine Standardzone verwenden können, wird empfohlen, die Zone zur Optimierung der Replikation in Active Directory zu integrieren:

Sie können den Replikationsbereich der neuen Zone frei wählen. Es erscheint jedoch empfehlenswert die Zone GlobalNames in der Anwendungsverzeichnispartition ForesDNSZones zu speichern, um eine konsistente Namensauflösung innerhalb der Gesamtstruktur zu wahren.

Der Name der Zone muss zwingend mit GlobalNames festgelegt werden. Die Groß- und Kleinschreibung des Namens ist dabei nicht relevant.

Für die Zone GlobalNames werden keine dynamischen Updates unterstützt. Einträge können ausschließlich manuell erstellt werden. Aktivieren Sie daher die Option Dynamische Updates nicht zulassen.

Schließen Sie den Assistenten zum Erstellen neuer Zonen ab.

3. Erstellen von Ressourceneinträgen
Um den Verwaltungsaufwand bei Adressänderungen zu minimieren, sollten in der Zone GlobalNames ausschließlich Alias (CNAME) Einträge verwendet werden.
Im folgenden Beispiel soll den DNS-Clients die Auflösung des FQDN www.google.de über den einfachen Namen Google ermöglicht werden.
Erstellen Sie einen neuen Ressourceneintrag vom Typ Alias

Legen Sie im Dialogfeld Neuen Eintrag erstellen den Aliasnamen google für den vollqualifizierten Namen www.google.de fest.

Sie können nun den einfachen Namen google anstelle des FQDN verwenden.

4. Testen der Namensauflösung
Öffnen Sie eine Eingabeaufforderung. Führen Sie zunächst einen Ping auf die Adresse www.google.de durch. Führen Sie anschließend einen Ping auf den einfachen Namen google durch und vergleichen Sie die Adressen der antwortenden Hosts.

Eingetragen
Do, 19. Mrz 2009 10:04
von
Maik