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Angepasstes Windows 7/8 Abbild von einem USB-Stick installieren

Moderne mobile Computer, wie Note-, Net-, Ultrabooks und Tablet-PCs kommen heute in der Regel ohne optisches Laufwerk beim Anwender an. Bei Neuinstallationen ist es somit erforderlich, entweder ein USB-DVD-Laufwerk anzuschließen oder gleich von einem USB-Stick zu installieren. Auch bei Installationen in Unternehmens- oder Schulungsumgebungen bietet die Installation von einem USB-Flashlaufwerk mehr Flexibilität und einen deutlichen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber der Installation von einem CD/DVD-Installationsmedium.

Die Möglichkeit, die Daten auf dem USB-Speicher direkt zu ändern, erlaubt das schnelle Ändern von Antwortdateien und sogar den kurzfristigen Austausch des zu installierenden WIM-Abbilds.

In diesem Artikel geht es um das Erstellen eines USB-Installationsmediums für Windows 7. Die Vorgehensweise läßt sich aber auch 1:1 auf Windows 8 übertragen.

Zunächst wird ein Medium mit den Standardinstallationsdateien erstellt und anschließend wird das Medium so abgeändert, dass anstelle der originalen Abbilder ein vorbereitetes, benutzerdefiniertes Abbild mit enthaltener Zusatzsoftware installiert wird.

Inhalt

  1. Erstellen eines startfähigen USB-Flashspeicherlaufwerks (manuell)
     
  2.  Übertragen der Windows 7 Installationsdateien von einem ISO-Abbild auf den USB-Speicher (manuell)
     
  3. Die komfortable Lösung: Microsoft Windows 7 USB DVD Download Tool
     
  4. Ersetzen der Standarddatei Install.wim durch eine angepasste Abbilddatei.

 

1. Erstellen eines startfähigen USB-Flashspeicherlaufwerks (Manuell)

  1. Verbinden Sie Ihr USB-Flashspeicherlaufwerk mit Ihrem Computer.
     
  2. Starten Sie die Eingabeaufforderung mit erhöhten Rechten (Rechtsklick auf die Eingabeaufforderung und die Option „Als Administrator ausführen" wählen).
     
  3. Starten Sie Diskpart.exe
     
  4. Lassen Sie sich die vorhandenen Datenträger mit List Disk anzeigen
     
  5. Wählen Sie den USB Stick mit Select Disk n (Anhand der Größe sollten Sie den Stick leicht identifizieren können).
     
  6. In der Regel ist bereits eine Partition vorhanden. Wählen Sie die vorhandene Partition mit Select Partition 1 oder erstellen Sie mit Create Partition Primary eine neue Partition.
     
  7. Formatieren Sie die Partition mit dem FAT32 Dateisystem Format FS=FAT32 /Label:"Windows 7" Quick

    Anmerkung:
    Das Dateisystem FAT32 erlaubt eine maximale Dateigröße von 4GB. Wenn spätere WIM-Dateien verwendet werden sollen, die dieses Limit übersteigen, kann auch NTFS anstelle von FAT32 verwendet werden. Mit Convert LW: /FS:NTFS können Sie das Dateisystem auch später noch nach NTFS konvertieren.
     
  8. Legen Sie die gewählte Partiton als aktive Partition fest, in dem Sie Active eingeben.
     
  9. Verlassen Sie Diskpart durch Eingabe von Exit.
     
  10. Wenn Sie Diskpart unter Windows XP ausgeführt haben, müssen Sie eventuell noch einen Bootsektor auf den USB-Stick schreiben. Geben Sie dazu folgendes ein:

    LWBuchstabe-DVD-Laufwerk:\boot\bootsect.exe /nt60 LWBuchstabe-USB-Stick:


 

2. Übertragen der Windows 7 Installationsdateien von einem ISO-Abbild auf den USB-Speicher

Im nächsten Schritt kann das Windows 7 ISO-Abbild mit einem Packprogramm wie 7-Zip auf den USB-Flashspeicher extrahiert werden.

Der USB-Stick kann nun für die Installation von Windows 7 verwendet werden. Um einen Computer von dem Stick zu starten, müssen Sie eventuell die Startreihenfolge in den BIOS-Einstellungen anpassen.

 

3. Die komfortable Lösung: Microsoft Windows 7 USB DVD Download Tool

Mit dem Windows 7 USB/DVD Download Tool bietet Microsoft einen Assistenten an, der die oben beschriebenen Schritte mit vier einfachen Assistentenseiten ausführt. Das Tool erwartet den Pfad zu einem Windows 7 ISO-Abbild und bietet an, es auf ein DVD-Medium zu brennen oder eben einen startfähigen USB-Stick für die Installation zu erstellen.

Das Tool funktioniert auch mit Windows 8. Sie können es kostenfrei im Microsoft Store herunterladen (Link).

 

4.       Ersetzen der Standarddatei Install.wim durch eine angepasste Abbilddatei.

Wen Sie ein benutzerdefiniertes WIM-Abbild von einem Referenzcomputer aufzeichnen und anstelle des Originalabbildes Install.wim verwenden wollen, gilt es, bereits bei der Aufzeichnung einige Besonderheiten zu beachten.

Sie müssen das Abbild zunächst mit dem Tool für die Systemvorbereitung generalisieren, indem  Sie Sysprepexe /gernalize /oobe /shutdown ausführen. Sie können bei dieser Gelegenheit auch eine Antwortdatei erstellen (siehe hierzu auch: Antwortdatei - Sysprep.xml)

Beim Aufzeichnen des Abbilds müssen Sie die Metadaten für NAME, DESCRIPTION und FLAGS mit gültigen Standardwerten konfigurieren. Wenn keine gültigen Standardwerte eingetragen sind, kommt es bei einem späteren Installationsversuch zu einer Fehlermeldung, die besagt, dass kein gültiger Produktschlüssel gefunden wurde.

Verwenden Sie für die Aufzeichnung beispielsweise eine der folgenden Zeilen:

Für Windows 7 Enterprise:

ImageX /Capture D: e:\Install.wim "Windows 7 ENTERPRISE" "Windows 7 ENTERPRISE" /Compress Maximum /Flags "ENTERPRISE" /Verify

Für Windows 7 Professional:

ImageX /Capture D: e:\Install.wim "Windows 7 PROFESSIONAL" "Windows 7 PROFESSIONAL " /Compress Maximum /Flags " PROFESSIONAL " /Verify

Für Windows 7 Homepremium:

ImageX /Capture D: e:\Install.wim "Windows 7 HOMEPREMIUM" "Windows 7 HOMEPREMIUM " /Compress Maximum /Flags " HOMEPREMIUM " /Verify

Wenn Sie ein vorhandenes WIM-Abbild verwenden wollen können Sie auch die ImageX GUI (Link) verwenden, um die Werte einzusehen und gegebenenfalls zu ändern.

Wenn das Abbild vorbereitet ist, können Sie es unter dem Namen Install.wim auf den USB-Stick kopieren:


Eingetragen Wed, 23. Jan 2013 11:01 von Maik
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